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Über mich und ohr-training.de

Ich darf mich an dieser Stelle kurz vorstellen. Mein Name ist Christian Schmerder, geboren am 9. Februar 1980. Ich bin Dozent für Klavier, Saxophon und Musiktheorie/Gehörbildung an einer Musikschule in Bayern und Leiter der hiesigen Big-Band.

Meinen ersten Klavierunterricht erhielt ich im Alter von 5 Jahren. Schon früh wuchs mein Wunsch, später beruflich mit Musik zu tun zu haben. Mit 11 Jahren kamen Klarinette, etwas später das Saxophon hinzu.

Während meiner Jugendzeit hatte ich allerdings mit Gehörbildung noch wenig zu tun. Das kam erst nach meinem Abitur, als ich mich zur Aufnahmeprüfung an der Musikhochschule für Musik und Theater München beworben hatte.

Hier möchte ich dir ein bisschen von meinem Verhältnis zur Gehörbildung und der Entstehung von ohr-training.de erzählen.

Mein später Start mit der Gehörbildung

Vor meiner Aufnahmeprüfung an der Musikhochschule für Musik und Theater München besuchte ich einen Vorbereitungskurs für Musiktheorie und Gehörbildung. Wir übten, Intervalle zu erkennen, Melodiediktate zu lösen und so weiter. Damals hätte ich nicht einmal ein Kinderlied nach dem Gehör auf dem Klavier spielen können. Was mir entgegen kam war, dass die Aufgaben sehr langsam präsentiert und häufig wiederholt wurden. Also schummelte ich mich so durch… Auch bei der Aufnahmeprüfung selbst war mein Abschneiden sicher nicht perfekt, aber es hat wohl gereicht, um einen der begehrten Studienplätze zu ergattern.

Während des Studiums lernte ich eine Kommilitonin kennen, die in der Lage war, auf dem Klavier jeden Ton und sogar jeden Akkord, den ich ihr vorspielte, sofort nachzuspielen. Häufig saßen wir an zwei Flügeln und ich spielte wahllos Töne und Akkorde vor. Sie konnte mich nicht sehen, doch ihre Finger legten sich wie von selbst auf die Tastatur und schlugen exakt die selben Töne an. Das beeindruckte mich sehr, und ich fragte mich, warum ich dass nicht konnte. Sie hatte ein absolutes Gehör und auf die Frage, wie sie das mache, hatte sie selbst keine Antwort. „Ich spiele halt, was ich höre…“, war ihre wenig zufriedenstellende Antwort. So begann ich, mich mit dem Gehör und Gehörbildung auseinanderzusetzen.

Schnell erfuhr ich mehr über das absolute Gehör und fand heraus, dass es unmöglich oder nur sehr schwer zu erlangen ist, wenn es nicht bereits von klein auf gefördert und entwickelt wird. Ich lernte aber auch, dass es nicht unbedingt nötig ist, über ein absolutes Gehör zu verfügen. Ein gutes relatives Gehör ist leichter zu trainieren und kann dem absoluten Gehör sogar überlegen sein.

Außerdem kaufte ich mir Unmengen von Büchern mit Übungen über Gehörbildung. Einige von ihnen habe ich nie fertiggelesen, manche sogar gar nicht. (Man glaubt leider viel zu oft, dass man allein vom Kauf von Lehrbüchern sein Wissen vergrößert. Nein, leider muss man sie auch lesen, und es erfordert immer Arbeit und Zeit, einem Ziel näher zu kommen.) Also strich viel Zeit ins Land, in der ich konzeptlos auf mein Gehör eindonnerte und irgendwann feststellen musste, dass ich nichts davon hatte. Frustriert musste ich feststellen, dass mein Gehör wohl einfach nicht in der Lage ist, „gebildet“ zu werden.

Doch mein Interesse und mein Traum, sofort nachspielen zu können, was ich höre, ließen mich bei der Stange bleiben. Ich ließ nicht locker.

Ich erarbeitete mir aus den vielen Anregungen aus den Büchern und Übungs-CDs mein eigenes Konzept, schrieb es auf und übte konsequent jeden Tag, teilweise über 2 Stunden. Das klingt viel, jedoch stellte ich nach einiger Zeit fest, dass ich auch eine Menge Zeit verschwendet hatte. Ich konzentrierte mich nur noch auf die Übungen, bei denen ich spürte, dass sie mich voranbrachten. Singen war dabei der wichtigste Faktor. Damit hatte ich mein Gehör am schnellsten entwickeln können. Nachdem ich alle für mich überflüssigen Übungen beiseite ließ, konnte ich mein tägliches Übungsprogramm auf etwa 15-30 Minuten täglich reduzieren. Innerhalb eines Jahres war mein Gehör deutlich weiter entwickelt und das Nachspielen von Melodien stellte kein Problem mehr da. Ich erkannte Intervalle und Stufen mit dem Gehör so direkt, wie ich Farben mit dem Auge erkannte. Das war faszinierend! Doch ist auch heute die Entwicklung meines Gehörs nicht abgeschlossen. Weiterhin trainiere ich regelmäßig – auch mit meinen eigenen Übungen auf ohr-training.de – und schreite stetig weiter fort. So kann ich aus meiner eigener Erfahrung sagen, dass das Konzept von ohr-training.de funktioniert.

Du siehst, ich habe viele Fehler schon gemacht. Ich möchte vermeiden, dass du auf deinem Weg zu einem ausgebildeten Gehör die selben Fehler machst.

Die Entstehung und Entwicklung von ohr-training.de

Vielen Dank an Tanja Wolf für die tollen Zeichnungen von „Hörbert, dem Ohr“!

Im Jahr 2010 übernahm ich an meiner Musikschule einen Musiktheorie- und Gehörbildungskurs. Dafür baute ich mein persönliches Konzept schülergerecht um. Die Teilnehmer erhielten von mir angefertigte CDs mit Sing- und Hörübungen und Übungsblätter, damit sie gemeisterte Übungen abhaken konnten. Die Schüler waren begeistert und verbesserten ihr Gehör tatsächlich in ziemlich kurzer Zeit (zumindest die, die auch geübt haben…).

Der Erfolg motivierte mich, einen Schritt weiter zu gehen. Mit meinen rudimentären Kenntnissen über die Erstellung von Websites baute ich eine Homepage, mit denen zunächst nur die Teilnehmer der Gehörbildungskurse die Übungen im Internet machen konnten. Das kam so gut an, dass ich mich schließlich entschloss, ohr-training.de für jeden, der an Gehörbildung interessiert ist, zur Verfügung zu stellen. Die erste Version von ohr-training.de wurde 2015 veröffentlicht und fand bald zahlreiche Interessenten, die seitdem mit ihr Gehör mit Konzept trainieren.

Im November 2017 habe ich ohr-training.de deutlich umgebaut. Die Übungen sind seitdem in Trainingspaketen zum Festpreis erhältlich. Ich würde ohr-training.de auch gerne kostenfrei anbieten, jedoch verursacht das Betreiben der Webseite Kosten, die gedeckt werden müssen. Außerdem stecken noch eine Unmenge von Arbeitsstunden in ohr-training.de. Ich bin dankbar für jeden Kauf – und jeder Kauf motiviert mich, ohr-training.de weiter voranzutreiben und mit neuen Trainingspaketen auszustatten. Geplant sind Pakete zu Dreiklängen, vierstimmigen Akkorden, Akkordverbindungen, Rhythmik und dem Heraushören von Pop-Songs.

Vielen Dank für dein Interesse an diesem Artikel – und noch mehr Dank, falls du dich entschlossen hast, ein Trainingspaket zu erwerben!