Ein Geheimnis über erfolgreiche Gehörbildung

Ein Geheimnis über erfolgreiche Gehörbildung

Christian von ohr-training.de Blog, Infos

Wenn du Gehörtraining richtig anpackst, kann es deine musikalische Fähigkeiten deutlich verbessern. Meistens wird jedoch der Nutzen von Gehörbildung eher unterschätzt. Ich höre oft von Hobbymusikern, dass sie das nicht interessiere, da sie ja keine Profis werden wollen. Leider verbauen sich viele Musiker damit eine Chance, mit relativ einfachen Mitteln und wenig Zeitaufwand ihr musikalisches Können um ein Level nach oben zu befördern. In diesem Artikel schreibe ich über ein „Geheimnis“, dass zum erfolgreichen Gehörtraining gehört. Jeder Musiker – egal ob aus Spaß oder professionell – kann sofort damit beginnen und es leicht umsetzen. Vorher müssen wir aber kurz klarstellen, was das eigentliche Ziel von Gehörtraining überhaupt ist.

Ein Ziel von effektiver Gehörbildung

Gehörbildung ist keine graue Theorie und auch kein lästiges „Muss“ für Musikstudenten. Vielmehr ist es eine Methode, dem Gehirn das Erkennen von musikalischen Zusammenhängen zu ermöglichen. Es verbessert die Fähigkeiten am eigenen Instrument, indem eine „Verbindung“ zwischen dem Gehör und den Fingern hergestellt wird, die das Instrument bedienen (natürlich abhängig vom Instrument). Ein großes und wichtiges Ziel der effektiven Gehörbildung ist also, auf dem Instrument alles spielen zu können, was man sich im Kopf vorzustellen vermag. Und zwar ohne nachdenken zu müssen – einfach aus dem Bauch heraus. Das klingt doch sehr praktisch und wünschenswert, oder? Um das zu schaffen ist eine Trainingsmethode empfehlenswert, die ich hier ganz reißerisch das „Geheimnis“ nenne.

Erkennen auf Geschwindigkeit

Das Geheimnis nenne ich Speed-Recognition oder Geschwindigkeits-Erkennung. In den meisten Gehörbildungsprogrammen wird nicht geübt, wie ein Ton oder ein Klang in hoher Geschwindigkeit erkannt werden kann. Es wird viel Zeit zum Nachdenken gelassen. Stelle dir aber vor, du erkennst den Klang so schnell, wie du das Gesicht deines besten Freundes erkennst. Als Beispiel kannst du dir ein Übungsvideo anschauen. Du hörst nach einer Kadenz verschiedene Töne. Es kommen der Grundton (1.Stufe), die 2.Stufe und der Leitton (7.Stufe) vor. Versuche, den Ton zu erkennen und sage die Stufe so schnell wie möglich an. Die Lösung erscheint, wenn der orangene Kreis das Bild verlassen hat.


Wahrscheinlich geht dir das viel zu schnell. Doch wenn die Übung darum ginge, nicht Töne, sondern Farben zu erkennen, hättest du vermutlich keine Probleme damit. Wahr ist, dass du dein Gehör so trainieren kannst, dass du die Töne genauso schnell erkennen kannst, wie Farben mit dem Auge.

Aber noch ein Schritt weiter: Die Kadenz zu Beginn des Videos ist in C-Dur. Mit dieser kleinen Information kannst du sogar die absoluten Tonnamen erkennen, denn die erste Stufe ist das C, die zweite Stufe ist das D und die 7.Stufe ist das H.

Auch wenn dir das jetzt noch unerreichbar scheint, aber mit etwas Training kann es dir gelingen, die Übung zu meistern. Das geht natürlich nicht von heute auf morgen, aber sicher schneller als du denkst. Wirf einfach mal einen Blick auf die Trainingspakete bei ohr-training.de.